Informationen für Hebammen
CranioSacrale Therapie
Craniosacrale Therapie behandelt nicht nur den Schädel (cranium)
und das Kreuzbein (Os sacrum) sondern den ganzen Menschen. Sie ist
eine sanfte und tiefgreifende Form der Behandlung und ist dadurch
sehr gut geeignet bei der Vor- und Nachbehandlung von Mutter und
Kind. Bei der Geburtsvorbereitung ist es wichtig, dass der Therapeut
bei der Behandlung das Ungeborene mit einbezieht.
Möglichkeiten bei der Geburtsvorbereitung mittels craniosacraler
Therapie sind z.B.:
Behandlung von Ischialgien
Behandlung der Wirbelsäule
Behandlung der Ligamente der Gebärmutter
Behandlung der Bauchdecke und der inneren Organe
Entspannung des Beckenbodens - muskuläre, knöcherne und
ligamentäre Strukturen
Drehen des Kindes in die Geburtslage
Unterstützung des Geburtsprozesses durch z.B. Stillpunkte von
Mutter und Kind kurz vor der Geburt bzw. bei Eintritt der Wehen
Begleitung von Mutter und Kind während der Wehen
Möglichkeiten der Geburtsnachbehandlung.
Bei der Geburt wirken starke Kräfte auf den Körper des Kindes
ein, insbesondere auf den Schädel und die Wirbelsäule.
Je länger eine Geburt dauert, desto weniger ist das System des
Kindes in der Lage, die Kompression und Deformationen von Schädel-
oder Wirbelsäulen auszugleichen. Je länger diese Kompressionen
wiederum auf den Körper einwirken, desto mehr kommt es zu
Entwicklungsverzögerungen bzw. Entwicklungsstörungen z.B. des
Gehirns.
Craniosacrale Therapie bietet Möglichkeiten, schon kurz nach einer
Geburt die Strukturen auszugleichen und somit weitere Folgen zu
verringern. Möglichkeiten der Behandlung:
Schädelkompressionen und Schädelverformungen
Wirbelsäulenkompressionen
KISS, Schreikinder, Verdauungsstörungen
Nachbehandlung der Mutter z.B. Rückbildung der Organe und des
Beckens
Bei Kaiserschnitt Behandlung von Schock und Trauma bei Mutter
und Kind sowie Narbenbehandlung bei der Mutter

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